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Wir freuen uns, Ihnen hiermit unsere schriftliche Konzeption vorlegen zu können.
Wir, die Erzieherinnen des Evangelischen Kindergartens Wettesingen, haben nach zweijährigem Gedankenaustausch formuliert, wie wir unser Zusammen-Sein mit den Kindern verantworten.
Unsere Konzeption gibt ein transparentes Spiegelbild unserer pädagogischen Arbeit. Sie möchte sowohl die qualitative, als auch die quantitative Arbeit in unserem Kindergarten aufzeigen und sie überschaubar machen.
Bitte betrachten Sie diese Konzeption auch als ein Gesprächsangebot. Nehmen Sie aktiv teil an unserer Kindergartenarbeit!
Das Lächeln eines Kindes ist wie der Anfang eines schönen Tages.
Plötzlich ist alles Licht, ist alles Wärme und Vollendung darin und man lächelt zurück.
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Der Evangelische Kindergarten Wettesingen umfasst zwei Gruppen, in denen jeweils 25 Kinder betreut werden können.
Am 30. Januar 1994 öffneten wir unter der Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Wettesingen erstmalig unsere Türen.
Unser Kindergarten bietet halbtags eine Kernbetreuungszeit von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr an. Eine verlängerte Öffnungszeit von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr kann von allen Eltern in Anspruch genommen werden.
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Unabhängig von Nationalität, Konfessions- oder Religionszugehörigkeit können Kinder von drei bis sechs Jahren den Kindergarten besuchen. In Ausnahmesituationen besteht die Möglichkeit, dass in Absprache mit dem Jugendamt auch jüngere Kinder aufgenommen werden.
Die Kinder kommen überwiegend aus Wettesingen; Kinder aus anderen Orts-teilen können wir ebenfalls aufnehmen, wenn Plätze zur Verfügung stehen.
Behinderte Kinder und Kinder mit Entwicklungsstörungen haben die Mög-lichkeit, in unserem Kindergarten integriert zu werden.
Der pädagogische Auftrag richtet sich nach § 22 des KJHG, der als Aufgabe einer Tagesstätte die Betreuung, Bildung und Erziehung des Kindes beschreibt. Die Arbeit orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien. Die Fachkräfte der Einrichtung sind bemüht, mit den Erziehungsberechtigten zum Wohl des Kindes zusammenzuarbeiten.
Als evangelische Einrichtung haben wir auch einen kirchlichen Auftrag. Wir orientieren unser erzieherisches Handeln an der Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus. Die Kinder lernen in einer Atmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens, ihre Begabungen und Fähigkeiten zu entdecken und zu entfalten. Wert- und Sinnfragen sowie eine religiöse Vorerfahrung der Kinder werden aufgenommen und Hilfen für die gegenwärtige und künftige Lebens-bewältigung in christlicher Verantwortung gegeben.
Unser Team besteht zurzeit aus zwei pädagogischen Fachkräften und kann durch eine Vorpraktikantin und eine Berufspraktikantin ergänzt werden. Falls ein behindertes Kind oder von Behinderung bedrohtes Kind unsere Einrichtung besucht, wird für die Integrationsmaßnahme eine zusätzliche Fachkraft eingestellt.
Unser Kindergarten verfügt im Erdgeschoss über zwei Gruppenbereiche mit verschiedenen Spielecken und Spielmaterialien. Zu jedem Gruppenraum gehört ein separater Waschraum mit Toiletten. Eine zweite Ebene innerhalb der Gruppe bietet den Kindern die Möglichkeit, sich zurückzuziehen.
Auf dem Flur befinden sich weitere Spielmöglichkeiten, die gruppenübergreifend genutzt werden können. Außerdem gibt es eine Küche mit integrierter Kinderküche sowie ein Büro und einen Personalraum.
In der zweiten Etage liegt der Turnraum, der von den Kindern vormittags zum Spielen genutzt werden kann. Ein zusätzlicher Raum steht für Kleingruppenarbeiten zur Verfügung.
Das Außengelände ist mit einer Schaukel, einem Schwebebalken, einem Sandkasten und einem Rutschhügel ausgestattet, durch den eine Kriechröhre führt. Außerdem gibt es eine Bewegungsbaustelle aus Getränkekisten, Holzbrettern und Auto- bzw. Treckerreifen. Eine große Freifläche bietet genug Platz für verschiedene Feste und Veranstaltungen
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Zum jetzigen Zeitpunkt sind weiterhin ein Duftgarten und ein Sinnesweg geplant.
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Wettesingen ist ein Dorf mit ungefähr 1300 Einwohnern, das zur Gemeinde Breuna gehört. Die Umgebung ist sehr ländlich, weist jedoch günstige Verkehranbindungen an größere Städte wie z. B. Kassel, Paderborn und Warburg auf.
Wettesingen bietet seinen Einwohnern ein reges Vereinsleben und vielfältige kirchliche Aktivitäten. Dadurch sind viele Möglichkeiten zur Freizeit-gestaltung gegeben. Höhepunkte im Dorf sind verschiedene Feste und Feiern, wie z. B. die Kirmes und das Gemeindefest. Kinder haben im Dorf einen sehr hohen Stellenwert und werden in das Dorfgeschehen aktiv mit einbezogen.
Der Wettesinger Kindergarten hat einen zentralen Platz im Leben des Dorfes. Für Kinder, Eltern und Einwohner ist er ein Ort der Begegnung.
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Kinder brauchen Kontakte zu anderen Kindern. Sie schließen Freundschaften erleben sich in der Gemeinschaft. Aber auch Eltern brauchen Kontakte zu anderen Familien, da sich die Familiensituation in den letzten Jahren verändert hat. Es gibt immer mehr Kleinfamilien und berufstätige Mütter. Aufgrund dessen benötigen die Eltern Unterstützung bei der Betreuung ihrer Kinder. Diese Gemeinschaft können sie in unserem Kindergarten durch Feste und Feiern, aber auch im Alltag erleben.
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Erzähle mir und ich vergesse Zeige mir und ich erinnere Lass es mich tun und ich verstehe
Wir möchten den Kindern helfen, zu eigenverantwortlichen und gemein-schaftsfähigen Persönlichkeiten heranzuwachsen.
Das heißt für uns, die Kinder ernst zu nehmen in ihrer momentanen Befindlichkeit. Uns ist wichtig, dass die Kinder sich in der von uns geschaffenen Atmosphäre wohl fühlen und Raum für ihre Bedürfnisse finden. Die Kinder sollen in ihrer Selbständigkeit gefördert werden. Durch vielfältige Spiel- und Lernangebote können Kinder ihre Stärken und Schwächen kennen lernen und dadurch ihr Selbstbewusstsein entwickeln.
Wir möchten den Kindern die Freude an der Gemeinschaft vermitteln. Sie sollen miteinander umgehen lernen und sich selbst innerhalb einer Gruppe erleben.
Wir möchten die körperlichen, geistigen und seelischen Fähigkeiten der Kinder individuell fördern. Unser Ziel dabei ist, die Kreativität der Kinder zu entwickeln.
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Wir sehen das Kind als eigenständige Persönlichkeit mit eigenen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Wenn die Kinder zu uns kommen, sind sie vom Elternhaus und durch die Umwelt geprägt.
Durch die vielen Eindrücke und Reize von außen sind die Kinder häufig überfordert und somit auf eine feste Orientierung angewiesen. Kinder in dieser Entwicklungsphase sind leicht verletzbar, sensibel und bedürftig. Sie brauchen unsere Achtung und unseren Schutz, Liebe und Geborgenheit.
Wann Freunde wichtig sind
Freunde sind wichtig zum Sandburgen bauen, Freunde sind wichtig, wenn andere dich hauen, Freunde sind wichtig zum Schneckenhaussuchen, Freunde sind wichtig zum Essen von Kuchen vormittags, abends, im Freien, im Zimmer ... Wann Freunde wichtig sind? Eigentlich immer! C. Bydlinski
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Um 7.30 Uhr beginnt unser Kindergartentag. Die Kinder, die von ihren Eltern gebracht werden oder auch allein kommen, werden von den Erzieherinnen im Frühdienst begrüßt. Sie haben nun die Möglichkeit, in ihre jeweilige Gruppe zu gehen, um dort zu spielen, sich noch etwas auszuruhen, oder sich auf dem Flur mit dem dort vorhandenen Spielmaterial zu beschäftigen.
Um 8.00 Uhr sind alle Vorbereitungen, wie z. B. Kakao und Tee zuzubereiten, und kurze Besprechungen abgeschlossen. Nun kann das Freispiel in den einzelnen Gruppen beginnen. An sehr heißen Tagen findet das Freispiel auch schon ab 8.00 Uhr auf dem Spielplatz statt. In dieser Freispielphase können die Kinder frei entscheiden, mit wem, wo und womit sie spielen möchten. Sie haben außerdem die Möglichkeit, bis ca. 10.00 Uhr zu frühstücken.
Findet das Freispiel im Haus statt, können die Kinder ab 9.00 Uhr nach Absprache mit den Erzieherinnen den Spielbereich im Flur, im Turnraum und den Spielplatz nutzen.
Während der Freispielzeit werden von uns Erzieherinnen gezielte Aktivitäten wie z. B. Kreativangebote, Bilderbuchbetrachtungen, Meditationen, hauswirt-schaftliche Tätigkeiten u. s. w. angeboten, an denen das Kind teilnehmen kann. In dieser Zeit spielen wir mit den Kindern, leiten Spiele an und beobachten sie. Diese Beobachtung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Hierdurch erkennen wir die Bedürfnisse der Kinder, um darauf eingehen zu können und unseren Tagesablauf dementsprechend individuell zu gestalten.
Wenn es die Wetterlage zulässt, ziehen wir uns an und gehen nach draußen, nachdem wir gemeinsam aufgeräumt haben.
Den Abschluss des Kindergartentages bildet meist der gemeinsame Stuhlkreis. Hier spielen, tanzen und singen wir gemeinsam. Wir hören Geschichten, Märchen und führen Gespräche. Um 12.00 Uhr endet der Stuhlkreis mit einem unserer Abschlusslieder.
Der größere Teil der Kinder wird abgeholt oder darf mit schriftlicher Einverständniserklärung der Eltern allein nach Hause gehen. Die Kinder, die bis 12.30 Uhr im Kindergarten bleiben, können noch im Flur- oder Gruppenbereich spielen. Einige Erzieherinnen beginnen schon mit Aufräumarbeiten, wobei die Kinder helfen können.
Dieser Tagesablauf ist veränderbar und bietet abwechslungsreiche Gestaltungsmöglichkeiten und zusätzliche Angebote:
Einmal wöchentlich findet Bewegungserziehung für die jeweiligen Gruppen bzw. ein Waldtag statt.Einmal im Monat hat jede Gruppe ein gemeinsames Frühstück. An den Vorbereitungen sowie an der Durchführung nehmen die Kinder aktiv teil.Höhepunkte im Jahreslauf sind die Geburtstagsfeiern der Kinder.Besondere Aktionen, wie z. B. Besuch der Feuerwehr, der Polizei, des Zahnarztes oder des Fotografen, sowie Ausflüge und Gottesdienste verändern ebenfalls den Tagesablauf.Wöchentlich bietet die Musikschule Wolfhager Land einen kostenpflichtigen Kursus zur Musikalischen Früherziehung an. Hierzu können die Eltern ihre Kinder anmelden.Außerdem besteht in unserer Einrichtung die Möglichkeit, ergotherapeutische Maßnahmen wahrzunehmen. Diese müssen von einem Arzt befürwortet werden.
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Es gibt bei uns zwei Gruppen:
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Beide Gruppen sind altersgemischt, das heißt, dass in jeder Gruppe Kinder von drei bis sechs Jahren miteinander spielen können. Diese Altersmischung ist sinnvoll, da die jüngeren Kinder von den älteren lernen können. Bei den älteren Kindern wird das Sozialverhalten gefördert wie z. B. Rücksichtnahme und Hilfestellung geben. Zudem festigen sie ihr Wissen und stärken somit ihr Selbstvertrauen.
Kinder im gleichen Alter können unterschiedlich entwickelt sein. Durch die Altersmischung werden diese Unterschiede von den Kindern leichter akzeptiert.
Ein weiterer Vorteil altersgemischter Gruppen ist, dass sich die einzelnen Kinder in den drei Kindergartenjahren jeweils als Jüngste, Mittlere und Älteste erleben können.
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Kinder, die entwicklungsverzögert, entwicklungsgefährdet, von Behin-derungen bedroht oder behindert sind, können bei uns im Kindergarten aufgenommen und betreut werden.
Zur Durchführung jeder einzelnen Integrationsmaßnahme wird eine weitere Fachkraft eingestellt und die Anzahl der Kinder in der betreffenden Gruppe von 25 auf 20 reduziert.
Eine Integration muss von Sozial- und Gesundheitsamt befürwortet und genehmigt werden. Die Pädagogische Frühförderstelle begleitet und unter-stützt uns vor und während dieser Maßnahme.
Für das betreffende Kind bedeutet eine Integration eine besondere, individuelle Förderung im Kindergartenalltag, um ihm die Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern. Es soll in seinen Fähigkeiten entwicklungsgemäß gefördert und speziell unterstützt werden.
Die Kinder der Gruppe werden durch das alltägliche Zusammensein sensibel im Umgang miteinander. Sie erleben verschiedene Stärken und Schwächen, nehmen Rücksicht, geben Hilfestellung, zeigen Einfühlungsvermögen und Toleranz.
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Die Kinder brauchen einen festen Raum und eine gleichbleibende Bezugsperson. Das gibt ihnen Orientierung, Sicherheit und Vertrauen. Sie können in der Gruppe Gemeinschaft erleben, und ihr Zugehörigkeitsgefühl wird gestärkt. In einer überschaubaren Gruppe ist das soziale Verhalten besser zu erlernen.
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Obwohl wir gruppenübergreifend arbeiten, sind einige Elemente gruppenintern:das Turnen bzw. die Waldtageder gemeinsame StuhlkreisGeburtstagsfeiern der KinderFreispielangebote in der Gruppegezielte Angebote zu unseren Rahmenthemendas gemeinsame Frühstück einmal im Monat
Nicht nur die Gemeinschaft der Gruppen ist uns wichtig, sondern auch ihre Öffnung. Deshalb dürfen einige Kinder aus beiden Gruppen ab 9.00 Uhr den Flur, den Turnraum und den Spielplatz nach Absprache benutzen. Somit haben die Kinder mehr Platz, und ihrem natürlichen Bewegungsbedürfnis wird entgegengekommen. Wir schaffen eine vertrauensvolle Basis im Umgang mit den Kindern. Außerdem haben sie hierbei eine größere Auswahl an Spielpartnern. Sie bekommen Kontakt zu den Kindern und Erzieherinnen aus der jeweils anderen Gruppe. Die Kinder lernen, aufeinander aufzupassen, Absprachen zu treffen, mit unstrukturierten Situationen umzugehen und sich zu entscheiden. Diese Öffnung gibt den Kindern den Anreiz, etwas Vertrautes zu verlassen, und fördert die Entwicklung.
Wer schützend die Hand über Kinder hält, sollte dafür sorgen, dass zwischen Kind und Hand einige Zentimeter Luft sind.(Korczak)
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Kinder lernen im Spiel. Sie probieren aus, ahmen Verhalten nach und treffen Entscheidungen. Sie planen miteinander, setzen sich auseinander, lernen, sich zu behaupten und finden Kompromisse.
Wir, die Erzieherinnen, möchten eine wohltuende Atmosphäre als Voraus-setzung für eine positive Lernbereitschaft schaffen und fördern.
Ein Kind lernt nicht nur von selbst; es benötigt auch eine anregende Umgebung und Impulse von Erwachsenen. Wir Erzieherinnen motivieren die Kinder durch anregende, vielseitige Spielmaterialien, durch gezielte Aktivitäten und durch kreative Angebote mit dem Ziel, sich ganzheitlich zu entwickeln.
Während des Vormittags spielen wir mit den Kindern, geben Hilfestellungen und beobachten sie. Bedürfnisorientiert bieten wir Aktivitäten an, um vielfältige Lerninhalte zu vermitteln.
Im Kindergartenalltag lernen die Kinder in den verschiedenen Spielzonen Regeln, Sprache sowie eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten einzuschätzen und weiterzuentwickeln.
Bei unterschiedlichen Gesellschaftsspielen und Puzzeln lernen die Kinder Geduld, Konzentration, Farben, Zahlen und das Zusammensetzen ver-schiedener, vielfältiger Formen zu einem Ganzen.
Die Spielangebote sind so ausgerichtet, dass die Fein- und Grobmotorik sowie die Wahrnehmung gefördert werden.
Grundlegend für das Lernen im Spiel ist, dem Kind genügend Raum und Zeit zur Entfaltung seiner Persönlichkeit zu geben.
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Das Kindergartenteam arbeitet einen jahreszeitlich oder situationsorientierten Rahmenplan zu unterschiedlichen Themen aus.
Diese Themen beinhalten verschiedene Aktivitäten, die wir mit den Kindern durchführen, z. B.:
BilderbuchbetrachtungenMärchen und GeschichtenMeditationenTurn- und RhythmikstundenFingerspieleLiederhauswirtschaftliche Tätigkeitenkreatives und bildnerisches Gestalten So lernen die Kinder, dass eine Sache verschiedene Aspekte hat und unterschiedlich behandelt werden kann. Der innere Zusammenhang der einzelnen Elemente ermöglicht somit ein ganzheitliches Lernen.
Das jeweilige Thema wird den Kindern im Stuhlkreis vorgestellt und begleitet uns ca. vier bis sechs Wochen.
Die gezielten Aktivitäten finden während der Freispielphase oft in Kleingruppen statt. Diese sollten alle Kinder wahrnehmen. Die Angebote werden individuell und altersentsprechend gestaltet.
Damit das Thema auch in der Familie mit verfolgt werden kann, gestalten wir einen Rahmenplan, der im Flur des Kindergartens ausgehängt wird. Außerdem wird eine Eltern-Kind-Zeitung herausgegeben, in der unter anderem Lieder, Geschichten, Fingerspiele und Gedichte zum Thema enthalten sind.
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Religionspädagogik hat zum Ziel, eine Empfindung, eine Antenne zu bekommen für die tieferen Schichten der inneren und äußeren Wirklichkeit.
Die religiöse Welt ist kein isolierter Bereich. Überall, wo es um Vertrauen, Lebenssinn und Lebenserfüllung, um Tod und Leben, Hingabe und Liebe, Sehnsucht und Hoffnung geht, finden wir die religiöse Dimension des Lebens. Sie zu fördern, führt zur Entfaltung aller menschlichen Anlagen und Begabungen.
Uns ist wichtig, dass sich die Kinder bei uns angenommen und wohl fühlen. Wir schaffen eine Atmosphäre der Sicherheit und Geborgenheit. Wir beobachten, wir lassen ein Kind verweilen, wir hören den Kindern zu und sind offen für alle Fragen. Die Kinder haben das Recht, ihre Empfindungen wie z. B. Freude, Liebe, Traurigkeit und Wut zum Ausdruck zu bringen und sich dadurch verstanden zu fühlen.
Dieses „Mensch-Sein-Dürfen“ ist für uns die christliche Grundlage, auf der unsere Arbeit aufbaut. Hierzu gehört auch Offenheit für andere Religionen und Weltanschauungen.
Deshalb bieten wir verschiedene Formen der christlichen Arbeit in unserem Alltag an:
Wir feiern die traditionellen christlichen Feste.Wir hören biblische Geschichten und beten gemeinsam.Wir möchten, dass sich die Kinder als individuelle Persönlichkeiten schätzen und akzeptieren lernen.Wir möchten, dass sich die Kinder gegenseitig respektieren und verantwortungsvoll miteinander umgehen.Wir möchten den Kindern die Schöpfung - Umwelt und Natur - als etwas Wertvolles vermitteln. Ein großer Bestandteil unserer religionspädagogischen Arbeit ist außerdem das Einbeziehen von Stilleübungen, z. B. Meditationen und Fantasiereisen, sowie das Erleben mit allen Sinnen.
Meditationen und Stilleübungen schaffen einen Ausgleich zum hektischen Alltag. Die Kinder erleben hierbei Ruhe und Entspannung. Sie entwickeln Zuhörbereitschaft, Konzentration und Ausdauer, erfahren Stille und Ruhe als wohltuend und schicken ihre Gedanken auf eine Fantasiereise.
Grundsätzlich bieten wir den Kindern an, sie zu begleiten und ihnen behutsam Hilfestellung zu geben, ohne sie zu dirigieren.
Der Wert menschlichen Lebens ist nicht oder nicht allein von dem abhängig, was der Mensch kann oder zeigt. Kinder sind Geschöpfe Gottes, die wir annehmen, wie sie sind.
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Für viele Kinder ist der Eintritt in den Kindergarten die erste Loslösung vom Elternhaus. Diese emotionale Veränderung erweckt in ihnen nicht nur Neugier und Freude, sondern sie ist auch mit Ängsten und Unsicherheit verbunden.
Um Eltern und Kindern diese Ablösung zu erleichtern, bieten wir den Kindern „Schnuppervormittage“ an. Hier können sie die Umgebung kennen lernen, erste Kontakte knüpfen und einen Bezug zu uns Erzieherinnen aufbauen.
Für die Eltern findet vor dem Beginn der Kindergartenzeit ein Informationsabend statt. Dort bekommen sie einen ersten Eindruck von dem, was ihr Kind bei uns erlebt und erfährt.
In den ersten Wochen seiner Kindergartenzeit lernt das Kind, sich in seiner neuen Umgebung zu orientieren. Es baut eine Beziehung zu den anderen Kindern und uns Erzieherinnen auf. Wir gehen individuell und intensiv auf das neue Kind ein. Auch die älteren Kinder helfen bei dieser Eingewöhnungsphase gerne mit.
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Die gesamte Kindergartenzeit ist eine Vorbereitung auf die Schule. Die Kinder lernen ganzheitlich, das bedeutet, mit allen Sinnen: „mit Kopf, Hand und Herz“.
Im letzten halben Jahr vor dem Schulanfang führen wir gruppenübergreifende Aktivitäten mit den Schulanfängerinnen und Schulanfängern durch.
Wir beginnen mit einer „Kinderkonferenz“. Hierbei können die Kinder Wünsche zu den Aktivitäten äußern, die im nächsten halben Jahr stattfinden sollen und in deren Vorbereitungen sie mit einbezogen werden. Diese Konferenz dient später auch zur Nachbesprechung über das, was ihnen besonders gefallen und das, was ihnen keine Freude bereitet hat.
Wir möchten den Kindern neue Anreize geben, sich auf die Schule zu freuen, und die Kontakte zu den Gleichaltrigen aus der jeweils anderen Gruppe vertiefen. Dadurch erleben sie sich als Gemeinschaft. Dies erleichtert den Kindern, sich auf etwas Neues einzulassen und dem neuen Lebensabschnitt freudig entgegenzublicken.
Höhepunkte dieser Zeit sind der Besuch der Grundschule in Breuna und die Abschlussfeier mit Übernachtung im Kindergarten.
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Unternehmungen, Feste und Feiern im Kindergarten bieten den Familien Gelegenheit, untereinander Kontakte zu knüpfen und sich besser kennen zu lernen. Die Kinder sollen Traditionen kennen und schätzen lernen, sowie gemein-same Erlebnisse als etwas Schönes zu empfinden.
Deshalb schaffen wir besondere Höhepunkte:
Gottesdienste zu den christlichen Festen oder zu jahreszeitlichen ThemenAusflüge passend zum Thema, z. B. : PlanetariumSchlossbesichtigungSauerbrunnenSommerfestFeste passend zum Thema, z. B. : KartoffelfestDrachenfestFeste zu den Jahreszeiten, z. B.:St. MartinWeihnachtsfeierKarnevalOsterfeier
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Hüpfen, Springen, Klettern, Laufen, Rutschen, Greifen, Krabbeln, Raufen - Kinder brauchen vielfältigste Bewegung, um die Welt um sich herum wahrzunehmen und zu begreifen.
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Umfassende Bewegung ist im Kindergartenalter eine wichtige Grundlage für die Entfaltung des Selbstwertgefühls und die Entwicklung von Denkstrukturen. Mit allen Sinnen durch Bewegung die Welt erforschen: Die hierbei entwickelten Denkstrukturen sind die Voraussetzung, um effektiv in der Schule zu lernen.
Deshalb ist es uns sehr wichtig, viele verschiedene Bewegungsangebote im Kindergarten zu schaffen.
In unseren wöchentlichen Turn- und Bewegungsstunden finden die Kinder abwechslungsreiche Angebote, die ihren verschiedenen Bewegungs-bedürfnissen entgegenkommen. Dies können z. B. Rhythmikstunden, Bewegungsbaustellen oder aber auch fantastische Abenteuer sein, bei denen sich die Kinder kreativ und fantasievoll mit ihrer Umwelt auseinandersetzen können. Die Kinder lernen den sachgemäßen Umgang mit verschiedenen Geräten und Materialien. In den Turn- und Bewegungsstunden wird die Grobmotorik gefördert und gefestigt.
Auch im Flurbereich können die Kinder ihrem Bewegungsdrang nachgehen. Hierfür stehen ihnen z. B. ein Dreirad, Fahrräder und andere Fahrzeuge zur Verfügung. Der Flurbereich bietet weiterhin die Möglichkeit zu kreativen Bewegungsspielen.
Auf dem Außengelände (Spielplatz) gibt es eine Bewegungsbaustelle sowie andere Geräte, die eine Vielzahl an Bewegungsmöglichkeiten bieten.
Der Wald gibt uns die Möglichkeit, Bewegung in der Natur zu erleben.
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Das Spielen im Wald setzt der kindlichen Fantasie und Neugier keine Grenzen. Durch die vorhandenen Spiel- und Klettermöglichkeiten lernt das Kind seine eigenen Fähigkeiten und Grenzen kennen und sich selbst einzuschätzen. Deshalb haben wir in unseren Kindergarten einen Waldtag eingerichtet. Je nach Wetterlage versuchen wir, den Waldtag vierzehntägig im Wechsel mit dem Turntag anzubieten.
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Nur ein „Miteinander“ lässt die Arbeit gelingen Die Kindergartenarbeit wird immer vielseitiger und umfassender, so dass ein gemeinschaftliches Engagement und eine Arbeitsteilung unabdingbar ist. Dies gelingt am besten, wenn an den Stärken der einzelnen Teammitglieder angesetzt wird. Gemeinsame Ziele und Erlebnisse sind wichtig für den Zusammenhalt des Teams.
Unserem Team stehen wöchentlich anderthalb Stunden für eine Mitarbeiter-besprechung zur Verfügung. Es werden unter anderem organisatorische Dinge geplant, Arbeitsvorbereitungen getroffen und Termine festgelegt. Wir entwickeln Schwerpunkte, tauschen Beobachtungen aus und führen Reflexionsgespräche. Viel Zeit nimmt die Erarbeitung der Rahmenpläne in Anspruch.
Zusätzlich nutzen wir die Zeit vor dem gemeinsamen Gruppenmorgen, um alltägliche Kindergartenangelegenheiten zu besprechen. Manchmal bieten sich auch solche Gesprächsmöglichkeiten auf dem Spielplatz.
In unserem Kindergarten gehören auch Praktikantinnen zum Team. Sie müssen Aufgaben für die Schule erfüllen und werden von uns angeleitet und betreut.
Um unsere Arbeit weiterzuentwickeln, nehmen wir Teammitglieder regelmäßig an Fortbildungen und Arbeitskreisen mit anderen Kindergärten teil.
Im Krankheitsfall oder während der Fortbildung einer Erzieherin werden je nach Bedarf pädagogische Vertretungskräfte eingesetzt.
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Um die Kinder besser zu verstehen und auf sie eingehen zu können, ist es wichtig, eine vertrauensvolle Basis zwischen Elternhaus und Kindergarten zu schaffen.
Sie als Eltern möchten, dass Ihr Kind im Kindergarten gut versorgt und altersentsprechend gefördert wird. Wir möchten Gesprächspartner für Sie sein und Ihnen im Rahmen unserer Möglichkeiten in verschiedenen Lebenssituationen Unterstützung anbieten. Durch den Kindergarten können Sie soziale Kontakte knüpfen.
Wir als Kindergartenteam wünschen uns Offenheit, Vertrauen und Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Außerdem freuen wir uns über eine rege Teilnahme auch an Elternabenden.
Über den Elternbeirat haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Kindergarten-angelegenheiten mitzugestalten.
Weitere Formen der Elternarbeit in unserem Kindergarten sind die Möglichkeit, bei Festen, Feiern und Gottesdiensten mitzuwirken, sowie die Beteiligung an Elternversammlungen.
Informationen erhalten Sie durch Elternzeitungen, Infoblätter, öffentliche Zeitungen und Elternabende.
Einmal im Jahr bieten wir einen Elternsprechtag an. Elterngespräche können auch jederzeit nach Absprache stattfinden.
Zudem bietet sich während der Bring- und Abholphase die Möglichkeit zu einem kurzen Gespräch.
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Im vierwöchentlichen Rhythmus treffen wir uns zu einem Dienstgespräch mit dem Pfarrer. Hierbei werden aktuelle Anliegen besprochen, der Stand der Arbeit reflektiert, Gottesdienste vorbereitet und Termine geplant.
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Seit 1999 gibt es einen von den Eltern gegründeten Förderverein.
Dieser verfolgt laut §2 der Satzung vom 02.03.99 „ausschließlich als unabhängige Elterninitiative unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts ‚Steuerbegünstigte Zwecke‘ der Abgabenordnung.
Zweck des Vereins ist die Unterstützung und Förderung des Evangelischen Kindergartens Wettesingen. Die pädagogische Arbeit soll durch Anschaffung von Materialien und Förderung von Projekten unterstützt werden.
Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Er arbeitet eng und vertrauensvoll mit den Erzieherinnen und Erziehern und dem Träger des Kindergartens zusammen.“
Die Aktivitäten des Fördervereins werden vom Kindergartenteam aktiv unterstützt.
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Institutionen
Um unsere Arbeit qualifiziert durchführen und weiterentwickeln zu können, arbeiten wir mit folgenden Institutionen zusammen:
Fachberatung des Verbandes evangelischer Tageseinrichtungen für KinderPädagogische Frühförderstelle KasselGesundheitsamt Wolfhagen und KasselSozialamt Wolfhagen und KasselJugendamt Wolfhagen und KasselPraxis für ErgotherapieKindergärten der Kirchenkreise Wolfhagen und KasselKindergärten der Gemeinde BreunaFreiwillige Feuerwehr Wettesingen Verkehrspolizei KasselZahnarzt Grundschule BreunaFachschulen für SozialpädagogikMusikschule Wolfhager LandReferenten zu verschiedenen Themen
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Unsere Konzeption wurde in der Zeit von Januar 1999 bis Januar 2001 neben der täglichen Arbeit als pädagogische Fachkraft schriftlich niedergelegt.
Personalwechsel während dieser Zeit erforderten immer wieder eine neue Einstellung auf die Thematik. Uns wurde deutlich, dass unsere Konzeption nicht starr und unveränderbar sein kann, sondern bei Bedarf geändert und ergänzt werden muss.
Bei der Erarbeitung unserer Konzeption wurden wir von Frau Havers-Dietrich, Fachberaterin des Verbandes evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder, besonders unterstützt und begleitet, wofür wir ihr herzlich danken. Außerdem danken wir Herrn Pfr. Kötting für seine freundliche Unterstützung. Ein weiterer Dank gilt Frau Kötting für die Abschrift des Manuskriptes.
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Einst lebte ein junges Paar, das wünschte sich sehnsüchtig ein Kind. Weich und kuschelig sollte es sein - wie ein kleines Mäuschen. Es kam ein schwieriges Kind. Wollte man es streicheln, zeigte es Stacheln. Wie ein junger Igel.
Da sagten sich die Eltern: Wir müssen lernen, unser Kind mit all seinen Problemen anzunehmen. Wir müssen lernen, die Stacheln zu lieben. Und sieh da! Der kleine Igel zog die Stacheln ein und war sanft und weich. Entnommen aus: Gerhard Eberts, Werdet wie die Kinder, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 1985
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